Verband der unabhängige Kfz-Sachverständigen e.V. (VKS) www.vks.org

Lexikon

ABS (Anti-Blockier-System)

Das ABS hilft dem Fahrer, das Fahrzeug auch bei einer Vollbremsung lenkbar zu halten. Dazu erfassen Drehzahlsensoren permanent die Drehgeschwindigkeit jedes einzelnen Rades. Bevor ein Rad zu blockieren droht, wird der Bremsdruck abgesenkt. 

Adaptives Bremslicht

Bei einer Notbremsung warnt das System den nachfolgenden Verkehr durch schnell blinkende Bremslichter. Es tritt in Aktion bei einer Geschwindigkeit von mehr als 50 km/h in Verbindung mit einer starken Verzögerung ein.

Adaptives Kurvenlicht

Das Adaptive Kurvenlicht sorgt für mehr Fahrsicherheit bei Dunkelheit und schlechten Lichtverhältnissen. Im Gegensatz zu herkömmlichen Scheinwerfern verfügt dieses "intelligente Licht" über horizontal schwenkbare Scheinwerfer, die eine Kurve optimal ausleuchten, sobald der Fahrer in die Kurve einlenkt.

ASR (Antriebs-Schlupf-Regelung)

Sobald an einem Antriebsrad eine plötzliche Erhöhung der Drehzahl festgestellt (Schlupf) wird, greift ASR in die Motorsteuerung ein, reduziert die Motorleistung und verhindert durch Bremseingriff ein Durchdrehen des Rades.

AU (Abgasuntersuchung)

Die AU ist eine, gesetzlich vorgeschriebene, Untersuchung von Kraftfahrzeugen, durch die sichergestellt wird, dass die Abgaswerte der zugelassenen Kraftfahrzeuge über den Nutzungszeitraum innerhalb der festgelegten Abgasnorm bleiben.

Auswuchten

Unter Auswuchten versteht man die Beseitigung einer Unwucht am Rad-Reifen-System durch unterschiedliche Massenverteilung. Ein frisch auf der Felge montierter Reifen muss ausgewuchtet werden, um einen optimalen Rundlauf zu gewährleisten
 

Bagatellschaden

Mit Bagatellschäden sind Kleinschäden gemeint, die eine Schadenshöhe von ca.750 Euro nicht übersteigen.

BAS (Brems-Assistent-System)

Dieses Radarsystem kann eines besonders gut: vorausfahrende Objekte erfassen und deren Abstand zum eigenen Fahrzeug berechnen. Daraus wird die Relativgeschwindigkeit zwischen dem eigenen und vorausfahrenden Fahrzeugen ermittelt. Registriert das System ein so starkes Verkürzen des Abstands, dass ein Auffahren droht, tritt das BAS in Aktion und warnt den Fahrer per Warnsignal im Display und Signalton.

Betriebsschaden

In der Fahrzeugversicherung (Kasko) sind Schäden nicht gedeckt, die beim normalen Betrieb des Fahrzeuges entstehen. Dies bedeutet, dass die Fahrzeugversicherung nicht aufkommt für Schäden, die ohne Einwirkung von außen während der Fahrt oder des normalen Fahrzeugeinsatzes entstehen.

Bi-Xenon-Scheinwerfer

Bi-Xenon“ bedeutet, dass Abblend- und Fernlicht eine gemeinsame Lichtquelle verwenden. Sie haben mehrere Vorteile den normalen Scheinwerfern gegenüber. Sie leuchten Fahrbahnränder schärfer und breiter aus und das Fernlicht hat eine deutlich größere Reichweite. Das Abblendlicht der Bi-Xenon-Scheinwerfer leuchtet bis zu 87 % und das Fernlicht mit bis zu 180 % mehr Leuchtstärke als herkömmliche H7-Glühlampen.

ESP (Electronik Stability Controll)

ESP ist eine Fahrdynamikregelung, die durch gezieltes Ausbremsen einzelner Räder versucht, Schleudern zu verhindern. Das System hilft außerdem, die Kontrolle über das Fahrzeug zu behalten, da das Übersteuern verhindert wird.

Haarwild

Schäden, die aus dem Zusammenstoß mit einem in Bewegung befindlichem Haarwild resultieren, sind durch die Teilkaskoversicherung gedeckt.

Haftpflichtschaden

Von einem Haftpflichtschaden spricht man, wenn ein Unfallbeteiligter bei einem Verkehrsunfall nicht der Verursacher, sondern der Geschädigte ist. In diesem Fall muss der Verursacher des Unfalles den gesamten Schaden, der durch diesen Unfall entstanden ist, übernehmen. Der Schaden wird in der Regel über die Haftpflichtversicherung ausgeglichen.

Haftungsquote

Wurde ein Verkehrsunfall nicht durch alleinige Schuld eines Unfallbeteiligten verursacht, so kommt es zu einer Aufteilung der Haftung. Eine Haftungsquote von 25 % für den Unfallbeteiligten A bedeutet, dass der Unfallbeteiligte B 75 % des bei A entstandenen Schadens auszugleichen hat, B erhält dagegen 25 % des entstandenen Schadens von A.

Head-up-Display

Die Cockpit-Anzeigen wird bei einem Head-Up-Display in die Windschutzscheibe eingespiegelt.

Hydrostößel

Hydrostößel sind Stößel im Ventiltrieb von Otto- und Dieselmotoren, die auf hydraulische Weise einen automatischen Ausgleich des Ventilspiels bewirken. Hydrostößel bieten dadurch den Vorteil, dass das früher notwendige, recht zeitaufwendige und damit teure regelmäßige Einstellen des Ventilspiels entfällt.

Kaltstart

Ein Kaltstart bezeichnet bei einem Verbrennungsmotor allgemein einen Start, ohne dass vorher dessen Kühlwasser und Öl vorgewärmt wurden und ohne dass vorher im Schmierölkreislauf Druck aufgebaut wurde.
Da sich in den Lagerstellen des Motors das zur Schmierung erforderliche Öl nur eine begrenzte Zeit halten kann, muss es bei jedem Kaltstart durch die Ölpumpe erst wieder in ausreichendem Maße an die Lagerstellen transportiert werden. Ein Kaltstart ist also einer der wichtigsten Einflüsse überhaupt für den Verschleiß in einem Verbrennungsmotor.

Kupplung

Die Kupplung ermöglicht die Unterbrechung des Kraftschlusses zwischen Motor und Getriebe. Sie ist nötig zum komfortablen Anfahren aus dem Stand und zum Schalten der Gänge, außerdem gleicht die Kupplung Drehzahlunterschiede zwischen Motor und Getriebe aus.

Ladeluftkühler

Der Ladeluftkühler, auch Intercooler genannt, befindet sich im Ansaugtrakt eines aufgeladenen Verbrennungsmotors. Die vom Turbolader verdichtete Luft erwärmt sich, sie nimmt mehr Volumen ein als kalte Luft.
Der zwischen Turbo und Zylinderkopf platzierte Ladeluftkühler kühlt die Luft deshalb vor Eintritt in den Brennraum ab, verringert also wieder das Volumen. Es passt so praktisch "mehr Luft" in den Verbrennungsraum, die Motorleistung steigt.

Mindestprofiltiefe

1992 wurde in der damaligen EG-Kommission neue Grenzwerte für die Mindestprofiltiefe von Reifen festgelegt. Europaweit müssen Sommer- und Winterreifen mindestens 1,6 mm Profil aufweisen.

Mithaftung

Ist ein Unfallhergang bezüglich der Schuldfrage nicht eindeutig, so kommt es zur Mithaftung beider oder mehrerer Unfallverursacher. In diesem Fall wird der Schadenersatz entsprechend der Haftungsquote aufgeteilt.

Nutzungsausfallentschädigung

Wer unverschuldet in einen Unfall verwickelt wird (Haftpflichtschaden), hat für den Zeitraum, in dem sein Fahrzeug repariert wird, Anspruch auf einen Mietwagen oder alternativ auf einen Entschädigungsbetrag.

PDC (Park-Distance-Control)

Dieses System ist eine Einparkhilfe die Entfernungen zwischen dem Fahrzeug und einem Hindernis per Ultraschall misst und diesen per Signalton oder Visuell an den Fahrer weitergibt.

Reparaturkosten-Übernahmebestätigung

Als Alternative zur Abtretung kann im Reparaturbetrieb eine sog. Reparaturkosten-Übernahmebestätigung unterzeichnet werden, falls die Reparaturkosten nicht sofort bei Abholung des Fahrzeuges an den Reparaturbetrieb bezahlt werden sollen. Die Kfz-Werkstatt übersendet diese Reparaturkosten-Übernahmebestätigung an die zu regulierende Versicherung. Diese verpflichtet sich – ggf. nach Überprüfung der Haftungssituation oder der Eintrittspflicht bei Kaskoschäden – gegenüber dem Reparaturbetrieb, die Kosten der Instandsetzung direkt an die Kfz-Werkstatt auszugleichen.

Restwert

Ist der Wert, der bei Nichtwiederherstellung bzw. Reparatur des Fahrzeuges für das verunfallte, nicht veränderte, Fahrzeug am regionalen Markt zu erzielen ist.

Ruheversicherung

Wird ein Fahrzeug für einen Zeitraum von mindestens zwei Wochen bis maximal einem Jahr nicht verwendet, kann beim Versicherungsunternehmen eine beitragsfreie Ruheversicherung beantragt werden.

Schadenmeldung

Sind aus einem Verkehrsunfall Ansprüche gegen die eigene Haftpflichtversicherung zu erwarten oder werden Forderungen gegen die eigene Fahrzeugversicherung (Kasko) gestellt, so besteht eine Verpflichtung aus dem Versicherungsvertrag den Schaden innerhalb kurzer Zeit an den zuständigen Versicherer zu melden. Bei klarer Haftungslage und fremdverursachten Unfällen ist dagegen eine Meldung des Unfallgeschädigten an die eigene Kfz-Versicherung nicht erforderlich.

Schadenrückkauf

Unter einem Schadenrückkauf versteht man, dass ein Versicherungsnehmer den Haftpflichtschaden, den er der Versicherung gemeldet hat, nachträglich selbst bezahlt.

Servolenkung

Um den Fahrkomfort zu erhöhen verfügen viele Fahrzeuge über eine Servolenkung, die es dem Fahrer ermöglicht, das Lenkrad, besonders im Stand und beim Rangieren, ohne nennenswerte Kraftanstrengung zu drehen. Bewerkstelligt wird das mittels eines elektrischen oder hydraulischen (mit Flüssigkeitsdruck betriebenen) Servomechanismus.

Totalschaden

Es liegt ein Totalschaden vor, wenn die Reparaturkosten die Differenz zwischen Wiederbeschaffungs- und Restwert übersteigen.

Wertminderung

Trotz technisch fehlerfreier Reparatur des Pkw. kann dessen Wert durch den Unfall gemindert sein, da es sich ab diesem Zeitpunkt um ein Unfallfahrzeug handelt.

Wiederbeschaffungswert

Ist der Wert, der aufzubringen ist, um ein vergleichbares Fahrzeug am regionalen Markt, bei einem seriösen Händler, in einem angemessenen Zeitraum wieder zu beschaffen.

Wirtschaftlicher Totalschaden

Ein "Wirtschaftlicher Totalschaden" an einem Fahrzeug liegt vor, wenn die entsprechenden Reparaturkosten höher sind als der Wiederbeschaffungswert des Fahrzeugs. Aber auch schon dann, wenn die Reparaturkosten die Differenz zwischen Wiederbeschaffungswert und Restwert übersteigen.

Xenon-Licht

Xenon-Licht bietet gegenüber den normalen H4- und H7-Scheinwerfern eine größere Lichtausbeute bei geringerem Energieverbrauch. Beim Bi-Xenon-Licht gibt es für das Fern- und Abblendlicht nur eine Lampe. Beim Fernlicht wird der gesamte Lichtstrom genutzt, beim Umschalten auf Abblendlicht schiebt sich eine Blende zwischen Lampe und Linsenoptik, die einen Teil des Lichtbündels abdeckt.

Zentralruf

Durch den Zentralruf der Autoversicherer kann die Haftpflichtversicherung eines Unfallverursachers ermittelt werden. ( Tel. 0800 / 2502600 )